Der August gehört in Berlin den B-Girls


Frauen sind im HipHop immer noch gerne so etwas wie goldene Reifenfelgen. Ein Luxusaccessoire, Haarfarbe passend zum Pitbull, das sich der rappende Prahlhans hält. Aber die Selbstermächtigung der Frauen im HipHop läuft längst auf Houchtouren, ob Rapperinnen, B-Girls, Sprayerinnen oder Beat-Bastlerinnen. In Berlin startet im August Europas größtes Frauen-HipHop-Festival, das mit Lectures, Konzerten, Workshops und Partys jungen Mädchen einen Weg zum kreativen und selbstbewussten Umgang mit den vier Säulen des HipHop zeigen will: We B*Girlz. Das Festival ist aber weit über den pädagogischen Gewinn hinaus interessant. Alleine Konzerte (und Lectures) von Heldinnen wie Roxanne Shanté und Bahamadia und Beiträge von deutschen Größen wie Cora E, MC Nina oder Pyranja geben dem Festival für Musikinteressierte Gewicht. Und was Alice Schwarzer zu Feminismus und HipHop zu sagen hat, wird bestimmt auch für Erhellung sorgen, so oder so. Eine Ausstellung mit Fotos von Martha Cooper, ein Magazin und eine Filmreihe zum Thema sind weitere Bausteine des umfassenden Festivals. An den verschiedensten Orten in Berlin wird einen Monat lang geballt gezeigt, wie Frauen und HipHop zusammengehen. Typen dürfen zugucken. Alle Informationen hier:
http://b-girlz-berlin.com/

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Elektronische Lebensaspekte.