Die grüne Fee in ihrem dritten Gewand bringt einiges an Neuerungen und Verbesserungen.
Die neue grafische Hinterlegung mit irgendwie grünlich – bläulich – amorphen Formen gehört meiner Meinung nicht dazu, die hört man aber gottseidank auch nicht. Spass beiseite, hier kommen die neuen Features.
von Benjamin Weiss aka Nerk

Neue Features

Organisatorisches
Am auffälligsten ist auf den ersten Blick die Abschaffung des Absynth Edit – Hilfsprogramms, das immer im Hintergrund lief: endlich ist Absynth im Ein – Fenster Zeitalter eingetroffen.

Externes
Alle drei Oszillatormodule können nun auch mit externem Audiomaterial beschickt werden, wahlweise in Stereo oder Mono. Das fügt dem Klangerzeuger Absynth noch ein sehr spezielles und vielseitiges Effektgerät hinzu.

Hüllkurven
Auch bei den Hüllkurven hat sich einiges getan. Sie lassen sich nun gruppieren, so daß man schnell zum Beispiel alle Filterhüllkurven oder auch ausgewählte Kanäle ein- und ausblenden kann, sehr nützlich beim Editieren. Gemeinsam ausgewählte Hüllkurvenpunkte lassen sich jetzt auch gleichzeitig editieren. Zuschaltbar ist nun auch ein Beatraster, das zur Temposynchronisierung dient und wahlweise in 8tel, 16tel oder 32tel – Auflösung arbeitet.

Oszillatoren
Im Patch Bereich kann nun ein Unison Modus genutzt werden, der bis zu 3 mal 8 verstimmbare Oszillatoren liefern kann. Die Oszillatoren können jetzt auch unabhängig (vergleichbar analogen Synthesizern) im Free – Run Modus laufen, ohne dass die Phase zurückgestellt wird.Neu ist auch die Möglichkeit der Echtzeitfraktalisierung der Oszillatorwellenformen, die sich auch über die Hüllkurven steuern lassen.

Effekte
Zwei neue sind dazu gekommen, ein Echo und der Effekt Resonator.
Das Echo besteht aus drei voneinander unabhängigen Delays mit drei verschiedenen zuschaltbaren Filtern (Tiefpass, Hochpass oder Phaser) im Feedback Loop, was vor allem Tape Delay ähnliche Effekte erzeugt.
Der Effekt Resonator besteht aus drei Delay – basierten Resonatoren, die je nach Einstellung eine hallartige oder metallische Auswirkung haben können.

LFOs
Und nun noch etwas für die Surroundfraktion: mit der neuen Version lassen sich die LFOs jetzt auch im Raum pannen, will sagen, nach vorne und hinten bewegen, wodurch sich Bewegungen des Sounds im Raum erzeugen lassen.

Insgesamt ist Absynth mit der Versionsnummer 3 nochmal deutlich in der Funktionalität erweitert worden, wobei vor allem die Nutzung als Effekt, der Unison Modus und die Fraktalisierung der Oszillatoren soundmäßig neues bringen. Ansonsten wurde die Ergonomie deutlich verbessert und (zumindest auf meinem Rechner) gabs auch eine kleine Verbesserung der Performance im Vergleich mit Version 2.
Auf jeden Fall ein lohnendes Update.
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Info: http://www.nativeinstruments.de

Preis:
Vollversion: 289 Euro, Update von Absynth 1 oder 2: 99 Euro