Universal, Alter!

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Mit der Universal-Binary-Version von Final Cut Studio hat Apple den Intel Switch seiner hauseigenen Software abgeschlossen. Musiker freuen sich über Soundtrack Pro, den Audio-Editor von Final Cut Pro, und die Überholspur-Rechenpower auf den Intel-Macs.

von Thaddeus Herrmann

Rufen wir uns Soundtrack Pro noch einmal ins Gedächtnis. Die zum Stand-Alone-Produkt aufgemotzte Audio-Einheit von Final Cut Pro ist eigentlich dazu da, dem Film-Cutter ein professionelles Tool an die Hand zu geben, präzises Audio-Editing für das Film-Projekt, sei es Sprache, Musik oder Effekte, innerhalb des FCS-Universums direkt und unkompliziert zu erledigen. Soundtrack Pro ist also kein Audio-Programm, dass auch einen Quicktime-Film integrieren kann, sondern nähert sich der FIlm-Komponente Musik aus entgegengesetzter Richtung. Das Arrangierfenster ähnelt sehr einer DAW; normales Multitracking mit starkem Fokus auf der Bild-Komponente. Für das Entwicklerteam war es ein leichtes, diese Anforderungen komfortabel umzusetzen: Logic Pro als hauseigenes DAW-Monster konnte hier gewinnbringend ausgeschlachtet werden, hochwertige Effekte inklusive. Auch die Apple-Loop-Engine wurde integriert, was für Filmbearbeitung noch viel mehr Sinn macht als für GarageBand oder Logic. In meinem Testbericht der PPC-Version in Debug 95 kann man hierzu alle Details nachlesen.
Die zweite Ebene von Soundtrack Pro ist der Waveform Editor, der Soundtrack Pro zwar nicht in direkte Konkurrenz zu ProTools oder ähnlichen Programmen setzt, das Programm aber doch im Handumdrehen für Musiker interessant macht. Der Editor tut das, was er soll (und zwar auf ProTools-Geschwindigkeit), ist nicht so hässlich und unübersichtlich wie Peak, ist vollgestopft mit praktischen Funktionen wie Suche nach Brummen, Klicken, Phasendrehern, Übersteuerungen oder DC-Offset, bietet die gleichen Automations-Features wie der Arranger und benötigt keine Extra-Hardware wie ProTools. Die totale Integration in FCS ist ein Bonus.

Performance
Wie läuft Soundtrack pro nun auf den Intel-Macs? Unglaublich gut. Nicht nur das Booten geht wahnwitzig schnell, auch eine voll ausgelastete Session mit Video und Multitracking bringt das MacBook Pro (2 GHz, 1GB RAM) nicht aus dem Tritt. OK, hätte ich diesen Text hier in einem Jahr geschrieben, wäre das vielleicht nicht mal mehr diesen Satz wert, aber die Tatsache, dass mein Laptop jetzt genauso schnell ist wie mein G5-Doppelprozessor, bei bestimmten Aufgaben sogar noch deutlich schneller, lässt meinen Mund nach wie vor offen stehen. Genau wie bei der UB-Version von Logic Pro ist die Performance hervorragend. Schneidestudio to go – so einfach kann das sein.
Nach wie vor bin ich gespannt, wie sich Soundtrack Pro entwickeln wird. Es würde Apple gut zu Gesicht stehen, über eine Integration des Programms mit Logic Pro nachzudenken, ebenso wäre es wünschenswert, den Wave-Editor weiter auszubauen (Bearbeitung mehrerer Files gleichzeitig, frei formbare Fade-In- und Fade-Out-Kurven sind nur zwei Beispiele). Wenn man aber daran denkt, dass ein großes Logic-Update eigentlich überfällig ist, ist die nächste SoundtrackPro-Version vielleicht auch nicht mehr weit.

Soundtrack

3 Responses

  1. xxosson

    … die tatsache, daß mein laptop jetzt genau so schnell ist, wie mein alter g5 … genau! und ich fahre meinen intel-mac mit 3G :))))))

    xxosxon

  2. akken

    habe das programm ausprobiert, überzeugt mich. bin schnell zu ergebnissen gekommen. Hat jemand eine Ahnung wie ich Meine Novation SL(Midi Controller) mit diesem Programm verbinden kann??