Battery hat sich seit seiner Einführung vor ungefähr drei Jahren zu einem der beliebtesten Drumsampler auf Software-Basis überhaupt entwickelt. Mit der Version 2.0 bessert Native Instruments an kritischen Stellen nach.
von Thaddeus Herrmann

An eine neue Oberfläche muss sich der User nicht gewöhnen. NI hat die Zellen-Architektur ihres Drumssamplers aber clever überarbeitet und macht das Programm für den Live-Einsatz auf kleinen Laptop-Bildschirmen noch attraktiver: Unbenutze Zellen einer Matrix-Reihe können ausgeblendet werden, was enorm Platz spart und zur Übersichtlichkeit beiträgt. Version 2.0 erlaubt bis zu 72 Zellen in einer Matrix, die je bis zu 128 Samples inklusive aller relevanten Daten enthalten können. Zellen können dabei markiert, getauscht, stumm geschaltet oder exportiert und so in andere Sets eingebaut werden. Im neuen Mapping-Editor sind alle Samples einer Zelle in der Übersicht zu sehen. Hier kann die Bitrate , Sample-Rate und natürlich auch die Lautstärke geändert werden. Ebenfalls neu: Jede Zelle verfügt nun individuell über einen Kompressor und über dramatisch erweiterte Filterfunktionen, die es ermöglichen, das Drumsample in Battery tatsächlich noch klanglich zu bearbeiten. Zur Verfügung stehen: Tiefpass in 1-, 2-, 4- und 6-Pole-Charakteristik, Hochpass (1, 2 und 4 Pole), Bandpass (2 und 4 Pole), ein Phase-Filter, zwei Vowels und ein EQ mit drei Bändern. Warum man die umfangreichen und hervorragenden Filter (insgesamt stehen 15 verschiedene zur Verfügung) nur rudimentär editieren kann, bleibt jedoch ein Rätsel.
Sehr positiv ist die umfangreiche Sound-Bibliothek. Battery 2 wird ausschließlich auf DVD ausgeliefert mit runden 3,5 GB Sounds. Neben überarbeiteten Versionen von Soundbänken der Version 1 und einigen Ausklammerungen aus der “Synthetic Drums”-Sammlung sind über 2 GB neue Sounds im Lieferumfang enthalten, die ein breites Spektrum überzeugend abdecken. Da einige Sets sehr groß sind, wird für Rechner mit verhältnismäßig wenig RAM ein Extra-Tool von NI angeboten, dass die Sounds von Platte streamt und nicht in den Speicher lädt … vorbildlich.
Die neue Version von Battery macht einen rundum guten Eindruck. Unter dem Host Logic Pro 7 lief Battery ohne Probleme. Die neuen Sounds machen Spaß und sind ein guter Ausgangspunkt für eigene Produktionen.

Battery 2 kostet 200 Euro, das Update 100 Euro.

System: Mac: OS X 2.6, G3/500, Windows: XP, P3
Native Instruments