Da waren es schon drei: DJ Player, Sonorasaurus, Touch DJ

Irgendwer hat bei dem iTunes Store einen Schalter umgelegt, denn auf einmal sind gleich drei DJ-Apps im Store. Alle gehen verschiedene Wege was das Interface und die Spezifikationen betrifft, aber natürlich haben sie alle genau einen Nachteil. Man kann eigentlich nur blind, heisst ohne Vorhören, auf dem iPhone Mixen, denn es gibt nur einen Stereo-Ausgang. Der zweite aber kleinere Nachteil ist, dass man keine Playlisten aus iTunes importieren kann, das ist eine Beschränkung von Apple, die so blödsinnig ist wie die meisten iPhone Beschränkungen.

DJ Player

dj player

Ist was das Interface betrifft am variabelsten, und versteht sich erst gar nicht als ein Ersatz für zwei Decks und ein Mischpult, weil es oben genannte Beschränkungen gut versteht, aber dennoch professionelles Equipment sein will, vor allem zum Einsatz als “dritter Plattenspieler”. Die Effektsektion kommt mit Reverb, Flanger, EQ, Hi- und Lopass Filter und das Echo lässt sich auf 1/8, 1/4, 1/2, 3/4, 1/1 und 2/1 auf den Beat anpassen und obendrein Dry/Wet und Decay über das Touchpad oder den Accerleometer bestimmen. Das Interface hält alles möglichst groß, damit man gar nicht erst in Versuchung kommt, beim Auflegen die falsche Zone auf dem Touchscreen zu erwischen. Mit WAV Support.
19,99 Euro (iTunes Store Link)

Sonorasaurus

sonorasaurus

Schon am Screenshot sieht man, dass hier alles auf ein klassisches DJ-App ausgerichtet ist, der Crossfader wirkt sehr kurz, und man wird beim Auflegen schon aufpassen müssen, um wirklich etwas hinzubekommen. Reverb, Flanger, Distortion, Tremolo, Echo und HiPass Effekte, alle mit Parametern, LED für die Lautstärke, Pitch und Nudge (nennt man das Anstupsen von Platten auf solchen Tools so?). Gedacht – so das Info – als Backup wenn alles andere fehlschlägt, für unterwegs Mixe, und ähnliche Zweitlösungen. Bonuspunkte für die Ytre Rymden Dansskola im offiziellen Screenshot.
7,99 Euro (iTunes Store Link)

Touch DJ

touch dj

Einen ganz eigenen Weg geht Touch DJ mit einem Wellenformdisplay, das leider aber auch viel Prozessorleistung schluckt, weshalb es nur für das 3GS empfohlen wird. Die Idee ist, wir haben das auf Rechnern ja auch schon mal gesehen, den Mix über die Wellenform – statt über das Vorhören – zu machen. Loops, EQ, zwei Effekte, Cue und Looppoint, Sampler (für drei WAV-Samples) und die Möglichkeit über einen Splitter dennoch vorzuhören, dann ist allerdings alles in Mono. (Dafür muss man sich einen extra Audioadapter besorgen).
15,99 Euro (iTunes Store Link)

Wir testen die drei Apps dann später, aber freuen uns über eure Testerfahrungen. PS: Haben wir ein “ernstzunehmendes” vergessen?

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