Oh ja, das können sie gut bei Korg: kleine Maschinchen mit dem gewissen Etwas

Oh ja, das können sie gut bei Korg: kleine spielzeugartige Maschinchen wie den Kaossillator, das Kaoss Pad Mini oder die USB-Controllerserie nano, die beim genaueren Hingucken dann doch erstaunlich viel auf dem kleinen Kasten haben. Neuster Streich ist der Korg monotron, ein Minisynthesizer im Zigarettenschachtelformat, der unter anderem den gleichen Filter wie der legendäre MS-10 bietet.

von Benjamin Weiss aka Nerk aus De:Bug 145

Übersicht
Die Features sind schnell zusammengetragen: der monotron bietet einen VCO mit Pitchregler, einen Mini-Ribboncontroller, der als Tastatur ausgelegt ist, den MS-10 Filter mit Cutoff und Peak (=Resonanz) als Drehregler, einen LFO, dessen Rate und Intensität ebenfalls über Drehregler definiert wird, sowie einen Kippschalter mit dem sich das Modulationsziel (wahlweise Pitch des VCO oder Cutoff des Filters) wählen und der batteriebetriebene monotron ausschalten lässt. Rückseitig dann ein Rad für die Lautstärke und je ein Klinkenausgang und Klinkeneingang (für den Filter) in Stereo im Miniklinkenformat.

Sound & Bedienung
Der Sound ist über den eingebauten Minilautsprecher natürlich entsprechend quäkig und dünn, sobald man ihn aber an eine ordentliche Anlage anschliesst, kann man die Ahnen der MS-Reihe durchaus auch beim monotron raushören: fetter Bass, sattes Quietschen, Acidgezwitscher und auch als Filter (über den Klinkeneingang) lässt er sich gut einsetzen, wenn man den Ausgangspegel des zu filternden Signals entsprechend anpasst. Das Spielen über die Tastatur ist natürlich einigermassen fitzelig, mit einem Stylus funktioniert es aber recht präzise.

DIY
Schnell wurde der monotron nach seinem Erscheinen ein begehrtes Objekt bei Moddern und Circuit-Bendern: netterweise hat Korg nämlich sämtliche relevanten Stellen auf der Platine beschriftet, so dass es bereits eine Menge Anleitungen im Netz gibt, wie man den kleinen Korg mit CV/Gate, einem zweiten Oszillator, zwei Oktaven Switch, Android-Fernsteuerung, D-Beam Controller oder anderen Raffinessen ausstattet.

Der Korg monotron ist nicht nur ein prima Spielzeug für unterwegs, sondern auch als Bastelobjekt, persönliche Tischhupe und Synthesizer und Filter im Studio interessant. Macht Spass und lohnt sich!

Preis: 77,- Euro

Korg

7 Responses

  1. tom

    ganz schön staubig in Deiner Wohnung.
    🙂

  2. nerk

    alles unter laborbedingungen, das war der härtetest 🙂

  3. Korg Monotron | Design Is Nowhere

    […] Wem das OP-1 von Teenage Engineering (weiter lesen) mit 799€ zu teuer ist, der hat vielleicht Spaß an dem Monotron von Korg, kostet er nur “lächerliche” 77€. Doch was kann man bei so wenig Geld erwarten? Einen geschrumpften MS-10? Schaut euch einfach das Video an, ich glaube das erklärt einiges. Und für weitere Infos schaut mal auf den ausführlicheren Bericht in die De:Bug oder auf deren Seite. […]

  4. Was´n das? |

    […] zu investieren. Stattdessen präsentiere ich euch meine neustes Spielzeug: Der analoge Synthesizer MONOTRON der Firma […]

  5. Peter

    Und hier gibts einen Monotron mit den Unterschriften von Erasure (Vince Clarke und Andy Bell) zu gewinnen! 🙂 bit.ly/ErasureGewinnspiel