Yamaha hat die Fieldrecording-Szene voll im Griff. Der 2G ist klein, sexy und macht extrem gute Aufnahmen.

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Es gibt zwei Arten von technischen Geräten, die den Sprung in die Zukunft der Usability nicht geschafft haben: Fax-Maschinen und Diktiergeräte.

von Thaddeus Herrmann aus De:Bug 125

Natürlich hat das mit dem kleinen Display zu tun, ein Trend, den ich bei den Pocket Recordern natürlich einsehen kann, immerhin sind die auf dem Miniaturisierungs-Zug aufgesprungen – aus gutem Grund. Da ich mich hier wirklich nicht über Fax-Geräte auslassen will, schauen wir uns lieber den Yamaha Pocketrak 2G an. Wirklich winzig in den Abmessungen (12 cm lang, 1 cm hoch und 3 cm breit), federleicht, hat ein schwenkbares Stereo-Mikro mit Noise Reduction und einstellbarer Stereo-Breite, kommt mit 2GB Speicher und- sehr slick! – besitzt einen ausfahrbaren USB-Port, so dass man Kabelsalat einfach direkt vergessen kann. Aufgenommen wird in PCM, MP3 oder WMA, die Akku-Batterie bietet 19 Stunden Aufnahme im MP3-Modus. Ein externes Mikro kann man ebenso anschließen (allerdings nur über Mini-Klinke) wie einen Kopfhörer. Der Pocketrak 2G besitzt außerdem einen internen Lautsprecher und kann auch als MP3-Player genutzt werden. Zwar keine Weltneuheit, aber immer noch eine Seltenheit. Die Qualität des Mikros hat uns überzeugt und auch die Bedienbarkeit ist nach kurzer Zeit kein Problem. Dass man die Start-, Vor- und Rückspultasten allerdings dazu benutzen muss, um durch die Menüs zu navigieren, hat sich uns erst nach dem Blick ins Handbuch erschlossen – eigentlich unnötig bei einem solchen Produkt, könnte man zumindest denken. Auch cool: In liebgewonnener Analog-Manier kann man die Abspielgeschwindigkeit der Aufnahmen verlangsamen oder aber verschnellern – mit je 25%. Wirklich praktisch ist die Möglichkeit, bei laufender Aufnahme Index-Punkte für die spätere Orientierung zu setzen. Die Zusammenarbeit mit Mac und PC funktioniert reibungslos und mit der Software Cubase AI bekommt der potenzielle Podcaster, für den der Pocketrack mit Sicherheit sehr interessant sein dürfte, gleich die Möglichkeit mit an die Hand, die Aufnahmen zu schneiden und zu exportieren. Komplett überzeugender Mini-Rekorder, der mit einem Straßenpreis von 300 Euro die Konkurrenz ordentlich abschütteln dürfte.

Preis: 299,- Euro

Yamaha