Wer auf Filter mit eigenem Kopf steht, ist mit dem M-Resonator bestens bedient.

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Sozusagen als Abfallprodukt des futuristischen Resonator Neuronium ist der M-Resonator entstanden. Die Grundidee beruht auf zwei Filtern, die mit einem Envelope Follower ausgerüstet sind und sich gegenseitig modulieren und rückkoppeln können.

von Benjamin Weiss aka Nerk

Übersicht:
Im gleichen quadratischen Metallgehäuse untergebracht wie die M-Base nimmt der M-Resonator erfreulich wenig Platz weg und passt auch im zugemüllten Studio irgendwo dazwischen. Neben einem Anschluss für das externe Netzteil findet man auf der Rückseite je zwei Ausgänge und Eingänge als Klinken. Midi? Nein, auch keine anderen Steuereingänge als die Audio-Inputs selbst. Dafür aber zwölf Drehregler, die allesamt mit etwas irritierenden Richtungspfeilen versehen wurden sowie zwei Buttons, einer für Bypass und einer für Gain (mit dem lässt sich das Eingangssignal bei Bedarf abschwächen).
Jetzt aber zu den Reglern: Die zwei in der Mitte dienen der Steuerung des Envelope Followers und heißen Attack und Release. Gleich darunter gibt’s Envelope Amount 1 und 2: Mit ihnen wird der Grad der Wirkung der Hüllkurven auf die Cutoff-Frequenz beider Filter geregelt. Jeder Filter hat dann noch Cutoff und Feedback, die anderen Regler dienen dem Zumischen des einen Filtersignals zum anderen (Mix 2-1 und Mix 1-2), sowie der Frequenzmodulation (FM 2-1 und FM 1-2).

Bedienung und Sound
Die Bedienung muss man erst mal ein bisschen üben, einerseits weil der M-Resonator eben nicht nur Cutoff und Resonanz hat, andererseits aber auch, weil die Parameter sich zum Teil sehr stark gegenseitig beeinflussen und zuweilen ein kleiner Dreher den Unterschied zwischen gutmütigem Brummeln und ohrenbetäubendem Kreischen ausmachen kann.
Der Sound ist meiner Meinung nach einfach klasse: Von super tieffrequenten Brummeleien über kräftiges Resonanzkreischen bis hin zu saftigen Verzerrungen ist alles dabei, zuweilen erinnern manche Einstellungen auch an die Sherman Filterbank und Eowaves Filterbug.
Insgesamt ein sehr gelungener Filter, der zwar nicht immer einfach zu bändigen ist, aber prima klingt und einen eigenen Charakter hat. Ich wünsche mir jetzt nur noch einen separaten Lautstärkeregler für den Ausgang …

Preis/Leistung: ****
Sound: *****
Preis: 249,- Euro

Jomox
Soundbeispiele

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