Die Lieblingskisten für Liveset und Studio

Der letzte Teil von unserem Desktopsynthesizer-Special im gerade noch aktuellen Heft: diesmal mit den Lieblingsdesktopsynthesizern von Petar Dundov, ODD, Guido Möbius, Electric Indigo, Gunnar Jonsson, John Tejada, Jesper Dahlbäck, Ikuo, Benjamin Brunn, Frank Martiniq, Metope, Robert Lippok und Franz Schuier. Die Lieblingskisten von Andi Thoma, Jan St. Werner, Jin Choi, Jennifer Cardini, Alan Oldham und LADA habt ihr ja schon gesehen. Los geht´s.

Petar Dundov: DSI Tetra

“Mein aktueller Favorit! Sehr versatil für so ein kleines Gerät. Ich verwende ihn sowohl im Studio als auch auf der Bühne.”

Petar Dundov, “Ideas From The Pond”, ist auf Music Man erschienen.

Petar Dundov

ODD: Jomox M.Brane11


(Foto: Henryk Weiffenbach)

“Das bin ich mit meiner Jomox M.Brane11, auf die ich total stehe: Wahrscheinlich werde ich mir noch zwei, drei mehr davon zulegen.”

ODD

Guido Möbius: Yamaha PortaSound VSS-30

“Ein prähistorisches Kleinod, ein Kinderkeyboard auf dem Weg zum Synth. Unschlagbares Feature ist der 8bit voice sampler: Mittels eingebautem Mikro und anschließendem Editing per Knopfdruck lassen sich aus dem Stand außerirdische low-fi voice drones kreieren. Ein großer Spaß für Jung und Alt ist auch der eingebaute Arpeggiator, mit dem sich aus jedem Sample oder einem der gediegenen Presets (Harpsichord rules!) ruckzuck die Kunst der Fuge improvisieren lässt. Die Geheimwaffe bei jeder Jam-Session.”

Das neue Album von Guido Möbius, Spirituals, erscheint im Juni auf Karaoke Kalk.

Guido Möbius

Electric Indigo: MFB 503

“Ich mag kleine Hardware, besonders fürs Live-Spielen, weil ich nicht so viel schleppen möchte. Wenn sie dann noch, wie die MFB-503, einen ordentlichen Wumms hat (Bass Drum!), schnuckelig aussieht und sich trotz clutch-bag-kompatibler Dimensionen ganz gut bedienen lässt, ist die Freude groß! Außerdem gefallen mir auch die Hi-Hats bei dem Maschinchen sehr.”

Electric Indigo

Gunnar Jonsson: Roland SPV-355

“Ich bin ständig auf der Suche nach unerwarteten Sounds und dieser Rack-Synth hilft mir dabei. Denn der Klang wird vor allem dadurch bestimmt, welche Signale man durch die Kiste schleift. Roland hatte damals vor allem Gitarristen oder auch Saxophon-Spieler im Blick, die mit dem Input ihrer Instrumente den Synthesizer triggern sollte. Natürlich kann man jedwedes Signal verwenden, bei mir sind es vor allem andere Synths oder Drumcomputer.”

Porn Sword Tobacco

John Tejada: Oberheim SEM

“Die wiederauferstandene Legende ist für mich nicht nur der beste Synth, der problemlos auf den Tisch passt, sondern auch mein Lieblings-Mono-Synth aller Zeiten. Sein Sound ist vielseitiger als der der Konkurrenz und passt, genau wie das Filter, perfekt für meine Art von Musik. Der SEM ist universell einsetzbar. Für Bässe, Melodien, Effekte und sogar zweistimmige Chords. Und wenn man mehr will, lassen sich immer mehrere Module miteinander verketten und man hat einen polyphonen Synth. Ich wünschte nur, dass der SEM noch kleiner wäre, so dass ich ihn auch wirklich problemlos überall hin mitnehmen kann.”

Das neue Album von John Tejada erscheint noch 2012 auf Kompakt.

Palette Recordings

Jesper Dahlbäck: Doepfer Dark Energy

Ich liebe das Teil einfach und benutze ihn ständig. Es ist ein großartiger Synthesizer für seine Größe mit fantastischen Möglichkeiten, auch um externe Sounds durch die Filtersektion zu schicken. Super fat monophonic bass sounds!

Jesper Dahlbäck

Ikuo: iPad mit Animoog und Alesis IO Dock

“Kaum zu glauben, aber wahr: Die Kombination produziert einen großartigen Desktop Synthesizer. Moogs Animoog ist meine Lieblings-App. So hat man den Sound des Poly-Moog immer in der Tasche!”

Ikuos “The dream of the fisherman´s wife EP” ist auf V-Records erschienen.

1ikkai

Benjamin Brunn: Clavia Nord Modular

“Ich liebe meinen Clavia Nord Modular genauso wie ich Ambient liebe, und weil der Modular besonders gut für Ambient geeignet ist, passen wir so gut zusammen. Er ist wahrscheinlich der vielseitigste Hardware-Synthesizer. Zu Hause am Bildschirm beliebige Klangprogramme erstellen, dann schön den Modular vom Rechner trennen und auf zum Live-Gig. Was will man mehr.”

Benjamin Brunn

Frank Martiniq: MFB Microzwerg

“Mehr “bang for bucks” bei einem Analogsynthie geht kaum noch. Klingt gut und kommt dank seiner Vielseitigkeit und zwei Filtern ein bisschen wie ein”Hosentaschen-MS20″ daher. Der Microzwerg war schuld daran, dass ich wieder in die Modularwelt eingestiegen bin.”

Frank Martiniq

Metope: Elektron Machinedrum

“Ich liebe die Machinedrum und nutze sie seit 2004 im Studio und beim Livespielen. Intuitiv und mit voller Konzentration einfach nur Beats und Basslines programmieren, ohne die Hand an Maus und Tastatur zu haben oder auf den Bildschirm zu starren. Die Samplingfunktion der neueren Modelle ist meiner Meinung nach erforderlich, da im Gerät nicht unbedingt die bevorzugten Drumsounds integriert sind und man den Sound so individueller gestalten kann.”

Areal

Robert Lippok: SY II

“Neben dem Vermona Mono Lacet ist der SY II ein Liebling von mir, ein sehr reduziertes DIY-Projekt, das ich mal geschenkt bekommen habe. Er produziert zufällige Klangfolgen deren Sequenzen höchst instabil sind. In Verbindung mit dem modifizierten Lemon Fuzz Pedal wird er zu einer ganz bösen Maschine.”

Robert Lippok, “Redsuperstructure”, ist auf Raster-Noton erschienen.

Robert Lippok

Franz Schuier: Blippoo Box

“Weil die Blippoo Box mit mir improvisiert, anstatt das ich Sie spiele.
Ist wie Löwenbändigen.”

Franz Schuier

10 Responses

  1. StromKult » 6 out of 11..

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