Als Jürgen Michaelis von der Firma Jomox vor ein paar Jahren die X-Base 09 entwickelte, wollte er zunächst eigentlich nur ein Bassdrum Modul bauen, überlegte es sich aber anders, da er die Verkaufschancen für zu gering einschätzte. Jetzt, da die X-Base schon ein Klassiker ist, setzt er seinen ursprünglichen Plan um.
von Benjamin Weiss aka Nerk

Oberfläche und Bedienung
Die Mbase 01 kommt mit einem Drehregler und fünf Tasten aus. Mit den beiden Navigationstasten auf der rechten Seite lassen sich die verschiedenen Soundparameter anwählen, die dann über den Drehregler editiert werden können. Auf der linken Seite befinden sich die Parameter des LFOs und die Einstellungen für MIDI und Trigger sowie Pitch und Split Mode, die auf die gleiche Art editiert werden können. Über dem Drehregler gibt’s schließlich noch eine Playtaste, mit der man den gerade ausgewählten Sound anspielen kann. Der Speicher ist mit 64 Presets und zehn Speicherplätzen für eigene Sounds ausgestattet. Die Mbase 01 wird mit einem Standard 9 Volt Netzteil betrieben, hat je einen Audio Output und Input als große Monoklinke sowie MIDI In und Out.

Steuerung
Die Mbase 01 kann sowohl über MIDI mit Note On Befehlen gesteuert, als auch über den Audio Input getriggert werden. Sämtliche Soundparameter und der LFO können über MIDI Controller gesteuert werden, die die Mbase 01 auch über ihren MIDI Out ausgibt. Der Audio Trigger erlaubt das Ansteuern über ein externes Signal, was zum Beispiel der Trigger Out einer Drummachine oder auch Platten oder CDs sein können. Ein bisschen unpraktisch fürs Triggern über CD oder Platte ist jedoch die Ausführung des Inputs als große Klinke, schön wäre also noch ein kleines Adapterset im Lieferumfang. Einmal die richtigen Stecker gefunden, funktioniert es aber auch mit CDs und Platten erstaunlich präzise und gut, wodurch man die Mbase 01 auch prima bei DJ-Sets benutzen kann.

Soundparameter
Die klangformenden Parameter sind die gleichen wie bei der X-Base, also Tune, Pitch, Decay, Harmonics, Pulse, Noise, Attack und EQ, allerdings wurde die Bandbreite der einstellbaren Werte erhöht, so dass der Decay jetzt bis zu zwei Sekunden (!) lang sein kann. Der Decay wurde im Gegensatz zur X-Base 09 nicht begrenzt. Auch der Pulsebereich wurde erweitert, ebenso der des EQ, so dass jetzt noch weichere Bassdrums à la 808 möglich sind. Per Pitch-Mode kann man die Bassdrums tonhöhenabhängig über drei Oktaven in Halbtonschritten spielen, so dass sich schnell und bequem auch Basslines basteln lassen. Der LFO kann den Pitch steuern und bietet die Wellenforrmen Saw Up, Saw Down, Triangle und Rectangle. Er lässt sich wahlweise zu MIDI Clock synchronisieren oder frei einstellen.

Alles in allem ist die Mbase 01 ein prima Tool für alle, die auf dicke Bassdrums und Basslines stehen und sie gerne schnell und bequem zum Mitnehmen haben wollen. Egal ob beim Liveset, im Studio oder beim Auflegen, die Mbase 01 sorgt für den nötigen Bass. Der Preis von 249,- Euro mag hoch erscheinen, ist aber bei der guten Verarbeitung und Funktionalität voll gerechtfertigt. Einmal Bass fürs Leben.

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http://www.jomox.de (Info & Demosounds)
Preis: 249,- Euro