Kombination aus Doepfers A-190-2 und Cwejmans VM-1 im schmucken Holzkasten

doepfer

Die Rakete ist kein eigenes Produkt an sich, sondern die Kombination aus Doepfers MIDI-to-CV/Gate-Modul A-190-2 und Cwejmans Voice Modul VM-1 mit einem Oszillator und Multimode Filter, eingebaut in eine handgesägte kleine Kiste.

von Benjamin Weiss aka Nerk in De:Bug 132

Übersicht
Immer mehr setzen sich auch bei den Analogsynthesizern die kleinen, transportablen Lösungen durch: DSI Mopho, Rozzbox, Blofeld, MFB Kraftzwerg … alle haben gemeinsam, dass man sie leicht mal eben zur Session oder zum Liveset mitnehmen kann, ohne gleich einen Schrankkoffer mitschleifen zu müssen. Das haben die Leute von Schneiders Büro natürlich auch erkannt und zur Musikmesse die Rakete vorgestellt, die mit einem ähnlich handlichen Formfaktor daherkommt.

Übersicht
Cwejmans VM-1 ist für den Sound zuständig: Das Modul bietet einen Oszillator mit Multimode-Filter, zwei Hüllkurven-Generatoren und einen VCA. Die Anschlüsse sind alle als Miniklinken ausgeführt. Der Filter lässt sich auch mit externen Audio-Signalen beschicken und besteht aus einem kombinierten Tief-, Band- und Hochpass-Filter, zwischen denen per Drehregler gemorpht werden kann. Über einen weiteren Drehregler lässt sich das externe Signal zusammen mit dem Oszillator durch den Filter schicken. Der Oszillator bietet sieben verschiedene Wellenformen an, die Tonhöhe lässt sich mit den Pitchreglern Coarse (grob) und Fine (fein) einstellen, oder über die CV-Eingänge 1 und 2 steuern, deren Wirkungsintensität mit einem jeweils eigenen Drehregler bestimmt wird. Die Pulsweite wird wahlweise über den PWM-Regler oder dem PWM-Eingang geregelt.

Doepfers MIDI-to-CV/Gate-Modul A-190-2 besorgt die Übersetzung von MIDI in CV/Gate-Signale und entspricht in der Funktionalität weitestgehend dem MCV4. Neben dem Gate-Ausgang gibt es vier CV-Ausgänge: CV1 wird aus der MIDI-Note erzeugt, CV2 aus dem Pitchbend, CV3 aus einer Mischung von MIDI-Volume und Velocity, und CV4 lässt sich frei mit einem Midi Controller belegen.

Bedienung und Sound
Auch wer sich nicht so gut mit modularen Synthesizern auskennt, wird sich mit der Rakete schnell zurechtfinden, schon allein, weil die Patch-Möglichkeiten zwar vielfältig, aber überschaubar sind. In diesem Sinn ist die Rakete auch ein guter Einstieg in die modulare Klangsynthese. Prima geeignet für alles Analog-Modulierende, von Standards bis hin zu britzelnden und bratzelnden Soundclustern, aber auch als einfache Filterbox nicht zu verachten. Klar gibt es auch günstigere Varianten, aber der unvergleichlich satte, präzise und durchsetzungsfähige Sound der sehr aufwendig und sorgfältig konstruierten Cwejman-Module ist den Preis allemal wert. Lohnt sich!

Preis: 690 Euro

Schneidersbuero

One Response

  1. dr-w

    schad, dass das doepfer modul farblich nicht angepasst ist!!! sieht nicht so dufte aus….

    ansonsten prima idee. ich liebe kleine krachmaschinen!