Wacoms neuer Zögling ermöglicht Übergänge und Effektorgien aus dem Moshpit heraus

nextbeat

Der Traum des Rockstars soll auf den DJ übertragen werden: Während dank Drahtlossystemen auch die Gitarre im Publikum gezupft werden kann, darf bald auch der Discjockey mit dem Controller in der Hand während des Crowdsurfens mixen. Grafiktablett-Gigant Wacom erschließt mit seinem Produkt NextBeat neue Ufer im unermüdlichen Controller-Kampf, bei der eine weitere Grenze eingerissen wird, die den Umgang mit dem DJ-Set an das Musizieren mit einem Instrument angleicht.

Aufhänger und essentielles Instrument ist die Remote, mit der in bis zu 20 Meter Entfernung die Grundfunktionen per Touch Sensor und Potis gesteuert werden können. Die zusätzliche Effektsteuerung in der Fernbedienung ermöglicht Flanger-Exzesse an der Theke, wenn mal wieder die Getränke in der Kanzel ausgegangen sind. Der begrenzte Steuerungsradius macht den unvermeidlichen Toilettengang während des Sets nicht einfacher, aber allein die Vorstellung daran könnte vielleicht den ein oder anderen Bar-DJ überzeugen.

Das Basiselement stellt die Gurndlage dar, in dem Filedropping, Loops setzen und Sampling vereint werden. Input gibt es mit Compact Flash Karte und so die Möglichkeit komplett ohne Laptop auskommen zu können. Der USB-Port dient lediglich dem Export der Files von der Karte auf einen Computer, zumindest ein Anschluss für USB-Sticks würde die Medienanbindung nicht so überholt wirken lassen.

Für einen Straßenpreis von circa 1600€ stellt sich die Frage nach dem adressierten Markt noch, denn bei einem derartigen Investitionsvolumen muss die professionelle Konkurrenz erst einmal hinter sich gelassen werden. Auf einer Party sicherlich eine kurzweilige Sache á la Singstar, aber hier bleibt auch auf Grund des Preises der Pacemaker wahrscheinlich die erste Wahl in Sachen Mobilität.

http://www.nextbeat.net/

3 Responses

  1. tom

    hmmm. ich glaub das ist ne todgeburt.
    wenn ich während des auflegens zum pissen musste, hats bis jetzt auch immer noch eine 6 minuten nummer getan.
    alleine die vorstellung, sich mit so einem nerdigen kasten durch die leute zur bar durchzudrücken, find ich garnicht gut. das kommt auch so unglaublich wichtig daher.

    und wie viele platten ich mir für tausendsechshundert euro kaufen kann… schnalz!

  2. jens

    wow 1600 euro.
    dann lieber ein bamboo fuer grafik und den rest in nen vernuenftigen controller + einen neuen laptop investieren.