Nicht nur Bling Bling, sondern viele feine Neuheiten und Verbesserungen bringt die Version 3.0 von Native Instruments Drum-Sampler Battery.

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Nicht nur Bling Bling, sondern viele feine Neuheiten und Verbesserungen bringt die Version 3.0 von Native Instruments Drum-Sampler Battery.

von Thaddeus Herrmann aus De:Bug 108

Native Instruments will es diesen Herbst wissen. Gleich vier neue Produkte plus Soundkarte landen vor Weihnachten in den Läden. Auch zwei alte Bekannte sind dabei: Absynth und der Drum-Sampler Battery. Letzterer ist mittlerweile bei Version 3.0. angekommen und ist ganz eindeutig mein Lieblings-Tool von NI. Straight forward, nützlich, clever und stabil. Meine gesamten Drums sind seit der Version 2.0 in Battery archiviert.

Rausgeputzt
Die neue Version kommt zunächst mit flashiger, neuer Oberfläche. Damit war zu rechnen und die Designer haben bei diesem Revamp zum Glück nicht übertrieben. Das sympathische Matsch-Grün gibt immer noch den Ton an, das Interface an sich ist dasselbe geblieben, kurzum: Man weiß sofort, wie alles läuft. Die neuen Funktionen sind clever integriert und da gab es einiges zu tun.

Was ist neu?
Ordentlich. Zunächst wurde die Audio/Sampling-Engine komplett überarbeitet, was dazu führt, dass die Sounds nun noch umfangreicherer bearbeitet werden können. So steht ein gut klingender Timestretch-Algorithmus zur Verfügung und das Loop-Tool wurde ebenfalls komplett überarbeitet. Überhaupt hat man das Gefühl, dass man mit demselben Aufwand mehr erreichen kann. Die Zellen-Struktur wurde deutlich erweitert, bis zu 128 Samples kann ein Kit nun haben: ein Riesensprung. Es kann einfach mehr durch das Master-Output gepumpt werden und hier stehen die meisten Neuerungen zur Verfügung. Nebenbei: Die kleine Effekt-Sektion, die in Battery 2 für jede Zelle individuell angesteuert werden konnte, wird in der neuen Version sehr überzeugend aufgebretzelt. Neben Delays stehen so genannte Articulations zur Verfügung, gekoppelt mit einer Humanize-Funktion. Man kennt das aus DAWs, bei Drums können diese Tools aber durchaus Sinn machen. Kommen wir also zur Master-Sektion. Hier findet sich ein sehr gut klingender EQ mit reichlich Presets, ein Compressor, ein Limiter, ein Delay, sogar ein Faltungs-Hall mit sehr anständigen Impulsantworten kann die Sounds pimpen – “normale” Reverbs lassen sich selbstverständlich auch hinzufügen. Spannend wird es, wenn man die Samples selbst als Impulsantworten missbraucht … dann ist dem kreativen Chaos kein Limit mehr gesetzt.

Geschenke
Battery 3 kommt mit 11 GB Samples. Sollte reichen, denkt man, tut es auch. Battery beeindruckte mich im Test aber vor allem durch die Qualität dieser Samples. Lange schon habe ich nicht mehr so gut klingende Samples einer 808 gehört, die hier besonders liebevoll und variantenreich aufgenommen wurde. Dasselbe gilt für die restlichen Drummachine-Veteranen, aber eben auch für die zahlreichen anderen Kits. Natürlich sind die Standards von Battery 1 und 2 dabei, auch einige Sammlungen der damals separat erhältlichen Electronic-Kit-Compilation sind Teil von Battery 3. Nebenbei importiert das Programm alle gängigen Formate anderer Drumsampler, inkl. MPC, und natürlich Loops aus Kontakt 2.

Winken
Battery 3 läuft in seiner Nuller-Version hervorragend stabil und rund. Wir haben die PPC-Version getestet, natürlich liegt Battery 3 aber als Universal Binary vor, kann also auch auf Intel-Macs installiert werden. Den Preis von 200 Euro halte ich für völlig in Ordnung, bekommt man doch etwas mehr als Solides auf die Festplatte, das tapfer seinen Dienst verrichten wird. Bis zum nächsten Update.

Battery 3 kostet 199 Euro in der Vollversion und 99 Euro als Update.

System:
Windows XP, Pentium 1GHz, 512 MB Ram
Mac OS X 10.4, G4 1,4 GHz, 512 MB Ram

Native Instruments

2 Responses

  1. jr.puta

    Das Keiner verrät ob das hier eine drumcomputer ist (Reason ReDrum Ähnlich),oder ob ma eine controller Benötigt um es
    Anzusteuern