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Laut H.P. Blavatksys Geheimlehre sind „Licht und Dunkelheit an sich identisch, und nur im menschlichen Gemüte teilbar“. Genau jene scheinbaren Widersprüche aufzulösen – zwischen Licht und Schatten, Leben und Tod – und dabei zu zeigen, dass jene eben nur verschiedene Seiten der gleichen Medaille sind, darum geht es The Hermit. Dualismen, scheinbare Gegensätze die aber doch in einem gemeinsamen Spannungsfeld stehen, sind das Thema das “Liber 3 – Dualism” verhandelt. Musikalische Entsprechung findet The Hermits konzeptioneller Ansatz und metaphysische Referenz in einem musikalischen Pluralismus, der auf der einen Seite verschiedenste Pole in sich vereint – von Ambient und Elektronika bis zu Detroit-, Wave- und EBM-Referenzen – aber dabei doch absolut in sich geschlossen und ausgewogen, ja schlüssiger denn je klingt. Dass Gegensätze hier eng beieinander liegen, zeigen Songs wie “Funeral”, dessen Titel einen nie hätte vermuten lassen, hier auf derart melodiöse, gar euphorisierende Elektronika zu treffen. Die Stücke, z.T. mit Vocals von The Hermit und Zweileen, stehen absolut für sich – und im Gegensatz zu dem gemeinen Konzeptalbum – strahlen sie auch ohne diesen konzeptuellen Ansatz und komplett für sich genommen in vollem Glanz. Und zeigen, dass The Hermit seinen Weg gefunden hat. Harmonie und Dissonanz, ein weiterer und hier ganz besonders wichtiger Dualismus, der für Musik so massgeblich und zwingend ist. Und genau jenen meistert The Hermit hier so vortrefflich wie nie.

    1. veil of the high priestes
    2. funeral
    3. teaching light
    4. perception
    5. dualism
    6. the holy bush
    7. dark silence
    8. shadonai
    9. conducting thoughtful of 9 feat. zweileen
    10. blinded
    11. between the lines
    12. ritual
    13. Download .zip-file

 

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