Marie Wilhelmine Anders ist ein Neuzugang auf Broque, über den wir uns ganz besonders freuen, nicht zuletzt aufgrund ihres vielseitigen Hintergrunds, den man auch auf Ihrem Album „Andersworld“ hört. Wenn jemand seit dem fünften Lebensjahr Geige, Klavier, Schlagzeug und E-Bass spielt, sich damals schon für die frühen Genesis begeistert und nach dem Studium klassisch, zeitgenössischer Komposition an der UDK Berlin und Musikhochschule Stuttgart zwischen Jazz, Klassik und experimenteller Musik sowohl in verschiedensten Welten zuhause ist als auch zwischen diesen wandelt, wäre ein Album aus dem Preset-Baukasten aber auch eine Überraschung gewesen. „Andersworld“ verknüpft auf selten gehörte Art und Weise verspielte Improvisationen, klassisches und elektronisches Instrumentarium, viel Sinn für Deepness, Burialeske Hallräume und Detroitsche Streicherromantik mit Marie’s wunderbaren Vocals, die Robert L. Stevensons Prosa in bisher ungeahntem Glanz erstrahlen lassen. Je nach Gewichtung variieren die Stücke zwischen so verschiedenen Referenzpunkten wie Larry Heard auf der einen und den weniger verspielten Stücken von Saint Etienne auf der anderen Seite. Während es nicht viele Künstler gibt, die solch unterschiedlichen Einflüsse zusammenbringt, schafft MWA dabei das Kunststück, all das in ein äußerst dichtes und kohärentes Album zusammenzufügen. Als Bonus gibt es noch Remixes von Mar io und Zweig obendrauf, die das Album zu einem außergewöhnlichen Opus abrunden.

 

  1. keepsake mill
  2. looking glass river
  3. the land of nod
  4. escape of bedtime
  5. night and day
  6. high
  7. summer sun (extended version)
  8. autumn fires
  9. night and day (day rmx by ma_rio)
  10. escape at bedtime (zweig rmx)
  11. night and day (night rmx by ma_rio)
  12. Download .zip-file

 
artwork by Thomas Lutz
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