Ich vermute mal Gerald Simpson ist einfach zu nett. Er hätte alles haben können, mehrfach, ob mit 808 State, mit “Voodoo Ray”, oder nach “Black Secret Technology”, aber er verschwand einfach, wohin auch immer, zog sich ins Studio zurück, wo er ab und an ein paar sympathische Sängerinen einlud und Tracks produzierte, in aller Ruhe, vermutlich mehr als man glaubt, und Jahrelang war nichts neues von ihm zu hören. Warum auch. Er selber konnte es ja hören. An Tracks mit Lady Miss Kier, die eine der vielen Vocalisten ist, die dieses Album in eine andere Popdimension vorstossen lassen, ohne dabei irgendetwas an Kompromiss einzugehen, hat er schon vor 5 Jahren gearbeitet. Dann zog er nach London dann nach New York und wird sich vermutlich auch dort in seinem Studio mit grossen Augen der Musik widmen, und dem was sie ihm an Kommunikation mit anderen ermöglicht, weniger über den Weg von Releases als über die Zusammenarbeit, das aufeinandertreffen in dem die Stimmung entsteht mit der diese Tracks auf seinem neuen Album so intensiv arbeiten. Seine Tracks sind dabei einfach geblieben, oldschoolig, Detroit genau so verpflichtet wie Drum and Bass, abseits von dem was man zur Zeit produzieren würde, wenn man die Zeit aufmerksam verfolgt, aber dennoch irgendwie grade aus dieser Distanz heraus eigenwillig dicht und frisch. Obwohl vieles auf “Essence” einfach Songs sind, sind sie in ihrer Einfachheit eben sehr direkt. “Essence” ist im Grunde das was man vor einem Jahrzehnt als Indiealbum bezeichnet hätte, professionalisiert nur in der Weigerung so zu klingen wie alles, persönlich, weil es der einfachste und einzige Weg war und vor grossen Emotionen und Gesten eher mal zurückschreckend. Tagebuchmusik für jemanden der es zufällig lesen würde, nicht mehr das selbst als Focus globaler Bewegungen wie auf “Black Secret Technology”, treibend eher als getrieben, aber das was auf “Essence” Essentialismus heisst, ist durch die Schleier sovieler Bewegungen gelaufen, dass es einfach das ist was übrig bleibt, für A Guy Called Gerald, sonst für niemand.

bleed

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Ich vermute mal Gerald Simpson ist einfach zu nett. Er hätte alles haben können, mehrfach, ob mit 808 State, mit “Voodoo Ray”, oder nach “Black Secret Technology”, aber er verschwand einfach, wohin auch immer, zog sich ins Studio zurück, wo er ab und an ein paar sympathische Sängerinen einlud und Tracks produzierte, in aller Ruhe, vermutlich mehr als man glaubt. Jahrelang war nichts neues von ihm zu hören, warum auch. Er selber konnte es ja hören. An Tracks mit Lady Miss Kier, die eine der vielen Vocalisten ist, die dieses Album in eine andere Popdimension vorstossen lassen, ohne dabei irgendetwas an Kompromiss einzugehen, hat er schon vor 5 Jahren gearbeitet. Dann zog er nach London, dann nach New York und wird sich vermutlich auch dort in seinem Studio mit grossen Augen der Musik widmen, und dem was sie ihm an Kommunikation mit anderen ermöglicht. Weniger über den Weg von Releases als über die Zusammenarbeit, das Aufeinandertreffen, in dem die Stimmung entsteht mit der diese Tracks auf seinem neuen Album so intensiv arbeiten. Seine Tracks sind dabei einfach geblieben, oldschoolig, Detroit genau so verpflichtet wie Drum and Bass, abseits von dem was man zur Zeit produzieren würde, wenn man die Zeit aufmerksam verfolgt, aber dennoch irgendwie gerade aus dieser Distanz heraus eigenwillig dicht und frisch. Obwohl vieles auf “Essence” einfache Songs sind, sind sie in ihrer Einfachheit eben sehr direkt. “Essence” ist im Grunde das, was man vor einem Jahrzehnt als Indiealbum bezeichnet hätte, professionalisiert nur in der Weigerung so zu klingen wie alles, persönlich, weil es der einfachste und einzige Weg war und vor grossen Emotionen und Gesten eher mal zurückschreckend. Tagebuchmusik für jemanden der es zufällig lesen würde, nicht mehr das Selbst als Focus globaler Bewegungen wie auf “Black Secret Technology”, treibend eher als getrieben. Das, was auf “Essence” Essentialismus heisst, ist durch die Schleier so vieler Bewegungen gelaufen, dass es einfach das ist, was übrig bleibt, für A Guy Called Gerald, sonst für niemand.

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