Nach Rising Sun auf der 001 kommt auch die neue Wake Up! von einem alten Bekannten. Könnte nicht besser laufen. Gleich der Eröffnungstrack, “Keys Of My Soul”, ist ein derartiges Monster, so vielschichtig, dicht und dick gepackt, dass es lange dauert, bis man sich weiter vorwagt. Um ein himmlisch verzerrtes Rhodes herum baut Maerz einen sanften Klopfer, der auf so vielen Ebenen gleichzeitig rollt, dass die HiHat nie wichtiger war in der Musikgeschichte. Traumhaft. Und wer immer dieses Rhodes nach unten verlängert hat, bekommt den Preis. “Shake Shake Shake” wirkt dagegen fast schon gewöhnlich, ist also immer noch gefühlte 48 Stockwerke weiter oben als der Rest diesen Monat. Nicht nur wegen dieses fiesen 80er-Stabs. Gradlinig träumt es sich immer noch am besten. “System” pflanzt sich mitten in die Tradition der US/UK-Weltverbesserertradition der 90er, die Bleeps schmatzen und die HiHat slammt hochaufgelöst in Zeitlupe. Zum Schluss noch der Titeltrack. Chicago aus der rheinischen Perspektive. Wenn das überhaupt geht. Eine Autobahn auf dem Dancefloor? Gehupte Chords? Fulminant ausufernde Bassdrums? Maerz kann das.
http://www.wakeup-music.com
thaddi

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