Ah, Slowmo-clickhouse mit deepen Detroit Einflüssen, jedenfalls auf der A-Seite, auf einem Track der merkwürdigerweise “Dry Clean Only” heisst, und immer wieder abrupt abbricht, so als wäre das ganze live am Mischpult produziert und dann auch noch mit so vielen Effekten versehen, mit Dubs, und digitalen Ideen, und dabei klingt der Track dann trotzdem so deep wie Theo Parrish in digital, besser könnte es kaum kommen. Ein Landmark, dieser Track auf dem steinigen Weg in eine neue Welt von digitaler Housemusik. Jawohl. Wer ist dieser Gustavo Hjindervsson? Sohn einer chilenischen Aktivistin und eines Isländischen Wissenschaftlers. Was sonst. Auf der Rückseite geht es dann ganz anders weiter, mit fast folkloristischen Percussioneffekten zu einem soliden, slammenden Housebeat der auf merkwürdige Weise Oldschoolbleeps und -sound mit einer digitalen Improvisation verbindet und dabei klingt, als wäre er der einzige, der heutzutage auf Fragile releasen dürfte. Der Titeltrack am Schluss geht noch mal ganz deep in die digitale Dubwelt hinein, aber ist dabei so schräg und dicht und ungewöhnlich, dass man wohl, was gerade Beats betrifft, locker behaupten kann, hier eine der merkwürdigsten und zugleich richtungsweisendsten Platten des Monats zu haben.
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bleed

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