Sinebag ist, nach eigenen Angaben, das poppigere Nebenprojekt des Bremer Komponisten Alexander Schubert, der mit seinen 31 Jahren schon zahlreiche Projekte und Werke vorweisen kann, die sich zwischen zeitgenössischer Kammermusik und elektronischen, angejazzten Klangexperimenten bewegen. Pop ist reine Definitionssache, auch bei Sinebag, wo Pop offenbar mit “hörbar” gleichgesetzt wird. Denn ordentlich angelegte 3-Minuten-Songs gibt es selbstverständlich keine, es dominieren drei lange Stücke, die auf Live-Improvisationen basieren und von Schubert im Studio neu zusammengesetzt und editiert wurden. Unterm Strich sehr harmonische und lebendige Ambient-Landschaften mit vielen nervösen Zuckern und Fiepsern, zusammengesamplet aus unterschiedlichsten Instrumenten – vor allem Gitarre und Klarinette – und Field Recordings. Das alles ist sehr kunstfertig arrangiert, geht angenehm ins Ohr und erinnert oftmals an einen entzerrten Fennesz und seinen “Endless Summer”. Der zieht sich aber nun auch schon zehn Jahre hin.
http://www.ahornfelder.de/
michael

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