Singen im Dunkeln soll ja gegen Angst helfen. Bei Alexander Tucker weiß man allerdings nicht so genau, ob er singt, um sich und uns Mut, oder vielmehr überhaupt erst Angst zu machen. Was der Brite zu seinen psychedelisch wuchernden Düsterfolk-Arrangements mit sehnsüchtig-heller Stimme vorträgt, hat jedenfalls mehr mit Verstörung, Spuk und seltsamen Wesen als mit erfreulichen Dingen zu tun. Doch das ändert wenig daran, dass seine entfernt an den frühen Brian Eno erinnernden Strategien beim Überstrapazieren von Popstrukturen etwas stark Verführerisches haben und ihn als Großmeister der kleinen Form ausweisen: Mit seinem ausgeprägten Sinn für Melodie und Harmonie trifft er irgendwie immer ins Schwarze. Womit wir wieder bei der Dunkelheit wären.
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tcb

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