Langspieler von Andrew Thomas sind keine Meterware. Von einigen Beiträgen zur Pop-Ambient-Reihe abgesehen, war es um den früheren Frisbee-Champion in letzter Zeit eher ruhig. Das ändert sich auch mit “Between Buildings and Trees“ nur geringfügig, denn ruhig geht es auf seinem neuen Album allemal zu, wie es sich für Ambient aus dem Hause Kompakt eben gehört. Sein unauffälliger Beitrag zur Pop Ambient 2010 kommt gleich zu Anfang der Platte noch einmal an die Reihe, und in diesem Kontext macht die zarte Atmosphärenskizze gleich eine ganz andere Figur. Denn trotz aller hingehauchten Tupfer kann Thomas noch einiges mehr bieten als subtilen Chillout. Hier und da hat er sogar kleine Kanten in die Musik eingebaut, besonders bei den Stücken, in denen er mit alten Vierspuraufnahmen arbeitet, die sich hin und wieder mal kräftig verschlucken. Mit seinen diskreten Experimenten bewegt er sich entspannt zwischen den Ambient-Entwürfen von Kompakt und Anticipate, wobei er seine Sache ausgesprochen gut macht. Schön darf gern auch mal holprig sein.
tcb
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