Er schätze ihn vor allem als Sänger, so einst Steve Albini auf die Frage nach Einfluss und Vermächtnis von Jimi Hendrix. Wann immer ich Aokis wunderbaren Foto-Blog besuche, kommt mir dieses Urteil wieder in den Sinn. Mit seiner Musik werde ich einfach nicht warm. “RV8”, acht neue Stücke, bestehend aus jeweils einer rhythmischen Konstruktion, die durch Variation am Laufen gehalten wird, nimmt zunächst den klanglichen Faden seiner 2009er EP für Raster-Noton auf und entwickelt ihn via Bruch im dritten Stück geschickt in neues Terrain: als Album so tauglich wie auch als Rohmaterial zum Auflegen. Die unterkühlte Anmutung seines lässigen, synkopierten, schnipsenden, elektroiden Maschinen-Funks rührt keineswegs von kopfiger Abstraktion – die Rhythmen fließen allesamt vertraut eingängig und lassen auch immer wieder klassische Dancefloor-Soundsignale fallen. Es ist das trockene Kreisen um sich selbst, das in Aokis Musik immer eigenartig unheimlich wirkt, die luftleere Weite einer urbanen Landschaft, der die Menschen abhanden gekommen sind.
http://www.raster-noton.net
multipara

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