Wann ist Techno überwältigend? Wenn es einen mitreißt? Ja, aber damit ist es nicht genug. Er muss eine Welt erfinden, die so gigantisch und unnahbar ist, dass sie einem sofort zur Heimat wird. Dystopisch, aber voller Hoffung auf etwas, das man nicht mal unbedingt selber auch erreichen will. Architectual kann das in den besten Momenten der EP. Zitternd, bebend, massiv und doch so voller geheimer Verheißung, Verlockung, Gräben, in die man blickt, bis einem vor Endlosigkeit schwindelig wird. Loslassen, aber nicht loslassen, sich gehen lassen, aber nie zu tief fallen, endlos auf etwas einlassen, aber doch irgendwie von der Ästhetik der Macht mitgetragen werden. Spanier vor der Zerreißprobe. Wir können uns das gut vorstellen. Und sind bereit, an diese Szene der inneren Erleuchtung der Fusion von Techno mit sich selbst zu glauben.

bleed

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