ARP 101 releast seit einer Weile schon sensationelle EPs auf Eglo Records, dem Floating Point Label, Eliott Yorke könnte euch schon auf Mooncircle begegnet sein. Zusammen heben sie sich noch ein Level weiter. Mit ihrer 4-Track EP auf Donkey Pitch mag man ahnen was einen erwartet, Breaks aus Drummachines, klassische Synths in galaktischen Verbeugungen, und jede Menge Bass, aber vorbreitet ist man auf diesen Anschlag nicht. Der Titeltrack, der nicht umsonst von fluoreszierender Schwärze redet, blitzt mit Stakkato-Snares, graulenden Stimmen, zerrissenen Momenten in denen mitten in der Darkness die Splitter einer Intensivität aufblitzen, deren schleichender Wahn die lockeren Bretter der frühen Raves mit all ihrem eingesickerten Jauchzen und ihrer versteinerten Extase im Blick hat. “Polybot” trällert sie angesprochenen Synths in einem eiernd winkeligen Groove an, den nur Bots so auf die Reihe bekommen ohne als dyslektisch zu gelten, lebt aber sein kurzes Leben in höchst ausgelassenem Geniessen der eigenen Andersartigkeit. “Slam” packt die Vocoder und den puren Funk aus und zeigt den zermürbten Kniefall vor den Elektro-Helden der ersten Jahre in einem Groove, dessen Beweglichkeit so flatternd und unbestimmbar ist, dass man immer wieder an der eigenen Wahrnehmung, wenn nicht gar an der Möglichkeit der geraden Linie überhaupt zweifelt. Am Ende wird es mit “Electric Lemonade” dann noch versöhnlich erfrischend plinkernd und blubbert so überladen voller sonnendurchfluteter Melodien, dass man glauben könnte, nach harter Zeit zusammen im Studio tänzeln die beiden am Ende glücklich erschöpft Hand in Hand durch den Morgentau. Unschlagbar.
http://donkypitch.com
bleed

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