Es gibt im Zuge von 82er-Pop eine Menge Bands, die eine Menge in den falschen Hals bekommen haben. Die gehört hatten, dass Soul der letzte Schrei für Weißbrote ist und dachten, J.J. Cale wäre der Prototyp, oder Yes und Genesis und die anderen Bands, die ein großes Studio mit großer Seele gleichsetzten. Ja scheiße, natürlich war Liberace der Prototyp. Soul hatte nichts mit Kathedralen, sondern alles mit Las Vegas zu tun. Soul ist aus Pappe, über die Alufolie gespannt wird. Aber das wusste nur die Fraktion von ABC über The Associates bis Soft Cell. Die Falsche-Hals-Fraktion von Flash & The Pan und Hall & Oates hatte trotzdem ein paar Überraschungshits, die auf die Las-Vegas-Seite durchbrachen und da dann wie halbe Hähne in der falschen Suppe rumstanden. Das macht Eindruck. Bei Flash & The Pan ist das “Midnight Man” im Mix von Francois Kevorkian, bei Hall & Oates “Maneater”. Eigentlich ist “Maneater” die typische dicke Kartoffel vom dümmsten Bauern. Mit seinem 60s-Basslauf, den auch “Dexy’s Midnight Runners” benutzt haben könnten, und seinem Hallpathos-Gesang plus Hallpathos-Sax-Solo aus der Progrock-Liga von Yes verbindet er die dichtesten Emotionen der beiden Generationen, die um 82 aufeinander treffen, eben Gefühligkeits-Technokraten und Las-Vegas-Ironiker. Das ist ihnen nicht wieder gelungen. Obwohl sie in den 70ern nah genug an den Philly-Soulern dran waren. Schwamm drüber. Immerhin geht ein anderes Songfragment auf ihre Kappe, das im HipHop Sample-Geschichte geschrieben hat: “I can’t go for that”. Mein liebstes Beispiel: 2 Life Crew. Beide Stücke sind auf dieser Compilation enthalten – neben 12 weiteren …

jeep

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