Vier Schuss, vier Treffer. Die zwei Belfaster Bodybuilder von Bicep liefern hiermit ihre beste Platte überhaupt ab. Korrekterweise auf Aus Music, wo in letzter nur Kraftprotze veröffentlicht werden. Möglich, dass die Eier das ein oder andere Mal eine Nummer zu dick waren, aber Bicep haben ihre Power im Griff. Allein schon, weil alle vier Tracks mit einer hauchdünnen LoFi-Patina überzogen sind und damit einer drohenden Prolligkeit ganz schlau vorbeugen. Vocals gibt es auch nicht, selber Effekt. Bleiben zwei herrliche Paare auf jeder Seite – jeweils eine frenetische Hymne und ein deeper Gegenspieler. Der Titeltrack schlurft eher stumpf daher, bis die brillant sumpfige Bassline eine Melodie für die Ewigkeit anstimmt und sich die Euphorie ins Unendliche schichtet. “Courtside Drama” kontert mit dem exakten Negativ von “Stash” – geisterhaft, primitiv, giftig. “Rise” ist wahrscheinlich der größte Hit, so zwingend und so unaufdringlich wie hier Hands-up gefordert wird. Und dann runterkommen mit “The Game”, wo sich eine Synth-Melodie tief in den Hall hineinspielt. Polizeisirenen, wir sind in Miami, es ist 1986 und Arnie fährt in seinem Cabrio gen Sonnenuntergang. Unfassbar.
http://www.ausmusic.co.uk
MD

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