Ben Westbeech ist die personifizierte Falsifikation für diejenigen, die noch an die Stadt-sozialisiert-Mensch-These glauben. Bloß weil der Knabe aus Bristol stammt, somit im Schmelztiegel zwischen Massive Attack und Portishead aufwuchs, ist der Weg zum No-Genre Trip-Hop noch keine logische Konklusion. Neo-Soul, Downtempo, Future Jazz – das sind die Eckkoordinaten, die der Sänger und Cellist/Pianist mit seinem richtigen Namen abdeckt. Mit seinem Alter Ego Breach zieht es den 32-Jährigen mehr Richtung Dancefloor, wie bereits die Single “Jack” zeigen sollte. Sein Beitrag für die DJ-Kicks-Reihe ist Bens Hommage an House. 15 beinahe ausschließlich tanzbare Tracks versammelt der Brite – angefangen bei Innercity über Fred P und Will Sauls Close-Projekt bis hin zu Detroit Swindle und Sabre. Eben, keine Klassiker oder Hymnen, sondern eher die entspannten Perlen, die seine eigene Passion widerspiegeln: hüpfende Basslines, schwelgerische bis romantisch-freudsame Melodien und natürlich Vocals. Breachs Exklusive “Beroving” kommt aus der deeperen Ecke und turnt mit Stöhn-Loops (weiblich und männlich) eher ab – sowieso leicht ungünstig positioniert vor Cassio Kohls Soul-infizierten Hit “Broken”. Gäbe es eine Tabelle aller 47 DJ-Kicks-Mixes, Breachs Beitrag würde irgendwo zwischen Platz 20 – 23 liegen. Ist doch klar.
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Weiß

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