Die schlechte Nachricht gleich vorweg: Als Album funktioniert “Foundation” nicht wirklich gut. Und doch ist ein perfektes Album. Wie kann das sein? James Boyle greift in alle Richtungen. Der Titeltrack z.B. ist ein Amen-Roller, wie es ihn schon vor zehn Jahren gab und auch noch 2020 geben wird. Die Zusammenarbeit mit Roots Manuva trägt klar dessen Handschrift, ebenso wie die Kollaboration mit Burial. Man darf sich “Foundation” nicht als großen musikalischen Entwurf vorstellen, eher wie eine Compilation eines Dirigenten, der ganz offenkundig von überall her seine Einflüsse zieht und sie auf diesem Album wieder seinen Helden zurück gibt. Wenn Scuba auf seinem Album versucht Mauern einzureißen, in dem er so viel es geht in die Tracks hineinsteckt, stellt Breakage die unterschiedlichen Strömungen wie in einem Setzkasten nebeneinander, stellt sich selbst daneben und beobachtet die Reaktionen. Hit nach Hit. Mit David Rodigan, Kemo, Zarif, Newham Generals und eben Burial und Herrn Manuva. Man wünscht sich einfach, dass Breakage seine Dubstep-Seite nicht nur pflegen,, sondern massiv ausbauen und weiter entwickeln wird. Wenn das so weit ist, werden viele andere einpacken können. Und bis es so weit ist, bleibt “Foundation” als Signal.
thaddi

digital soundboy

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Elektronische Lebensaspekte.

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