Jaki Liebezeit hat das Kunststück geschafft, Burnt Friedman zum Stillsitzen zu bringen. Der Kölner, der den Beat bisher noch am liebsten taktweise umgekrempelt hat und damit sogar so etwas wie nonrepetitiven Dub salonfähig machte, hat das lange Songformat entdeckt. 11 Minuten dauert der Titeltrack dieser mit Sicherheit sehr begehrten Mini-LP. Der Beat bleibt luftig, das Tempo gemächlich und die Dramaturgie magisch entrückt: Vibraphon, Saxophon und die Gitarre Tim Motzers (bisher vor allem als Producer und Tourgitarrist von Ursula Rucker auffällig geworden) verstricken sich in einen endlosen, trägen Space-Jam. Auf der Rückseite übernimmt Prog-Held David Sylvian das Mikrophon und sorgt für weitere 8 minuten Seelenmassage, bevor eine Version eines Nu Dub Players-Klassikers (doch doch, das darf man schon so nennen) dem Trip das Sahnehäubchen aufsetzt.

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