“26 Mixes for Cash” hieß Aphex Twins Remix-Album. Mit derselben Anzahl an Titeln bestückt auch der britische Produzent Clark, der mir bisher vor allem für knalligen, präzis-prägnanten Techno bekannt war, seine Ansammlung von eigenen und fremden Remixen. Und das Ergebnis überrascht. Von seiner Bandbreite her steht er Richard D. James in nichts nach. Auf den Remixen die er für Amon Tobin, Nathan Fake, Massive Attack, Maximo Park, Depeche Mode, Mr. Bogle, The Beige Lasers oder Nathan Fake und Bibio für ihn machten, reihen sich IDM, Breaks, Wonky, Ambient/Drones, Techno und Warp-typisches ineinander. Der rote Faden ist dabei die bereits genannte Präzision sowie die immerzu knallenden Beats (auch bei ruhigen Stücken) und sein Faible für dauernde Wiederholungen von kurzen Melodien. Geparkt in einer Industrialisierungsaura, wie sie vielleicht nur in England jemals spürbar war, sprechen seine Remixe den intellektuellen Abstand und den Körper gleichermaßen an – kurz gesagt: intelligentes Umherkreisen in einer kornkreisgleichen Backsteinbrache als Stonehenge der Jetztzeit. Einfach perfekt.
http://www.warp.net
bth

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