Extreme Field Recordings, so könnte man Daniel Menches neues Album nennen. Als Quelle diente ihm ausschließlich das Rauschen amerikanischer Wasserfälle, für seine Aufnahmen reiste er über zwei Jahre durch den Nordwesten. Anders als bei Klangsammlern wie Chris Watson geht es Menche nicht um die realitätsgetreue Rekonstruktion von Naturgeschehen. Das große Fließen wird elektronisch zerlegt, Frequenzen lösen sich aus dem Strom, bilden rhythmische Mikroeinheiten mit abstrakten Grooves, verflechten sich zu zarten Linien. Statt der monolithischen Erhabenheit monströser Urgewalten hört man bei Menche immer wieder feine Nuancen, so als habe er mit seiner Software einzelne Tropfen isoliert. Natur als zweite Natur. Groß.
tcb

Mego

One Response

Leave a Reply

Your email address will not be published.