Der Schulbibliothekar unserer Herzen musste sich auch für dieses Gamelan-Projekt nicht aus seiner geliebten Oregoner Heimat fortbewegen: Ein Portlander Ensemble stellte seine Sammlung indonesischer Gongs zur Verfügung. Trotzdem er dieses tongewaltige Arsenal (tieferer akustischer Bass etwa dürfte kaum aufzutreiben sein) obendrein mit Einsatz von Verzerrung bespielt, hinterlässt diese jüngste perkussive Exkursion einen unerwartet klangsensiblen Eindruck, den man dem sich oft transgressiv gepolt gebenden Menche ohnehin vielerorts nicht zutraut. Ja, es ist eine Tour de Force, aber eine der Oberton- und Schwebungsauslotung, die in sich ruht wie ein Fels in der Gischt, und die dabei in samtigen Fuzz Kombinationsmelodie-Mobiles hineingebärt. Seit Jahrhunderten. In die beiden ausladend geschwungenen Bögen aus Schichtungen singenden Metalls, kann man sich legen wie in eine Hängematte. Melancholischer, wunderschöner Einschlafambient für rauschende Ohren.
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multipara

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