Deep Dish bleiben in Bewegung, da kann man nichts sagen. Vor 15 Jahren waren sie vornedran mit ihrem aufgetakelten Progressive-Sound, jetzt geht’s ihnen Inspirations-technisch nicht schlechter. Die alten Progressive-Gesetze, dass feist besser ist als nicht feist, behält man bei, fühlt sich ansonsten aber voll angekickt vom Rock-Crossover im Electro-Rave mit viel Ibiza-Morgenröte. Wozu hat man denn Stadionerfahrung, wenn man nicht den Zug, den damals Felix Da Housecat mit Miss Kittin auf die Schiene gesetzt hat, unter vollem Dampf links überholen kann? Wer laszives Suhlen und Abtauchen so richtig reingeprügelt bekommen muss, um es wahrzunehmen, ist hier über die weitesten Strecken richtig. Aber zwischendurch gibt es eine verschmust süßliche Ballade, flächig verweht, wie “In love with a friend” oder Balearic-Softtrance wie “Flashdance”, die den Röyksopp-Freund in mir wecken. Ein Sonderpunkt wird eh dafür fällig, “Dreams” von Fleetwood Mac mit Gesang von Stevie Nicks gecovert zu haben (wenn der Track auch im Leben nicht an Fleetwood Macs “Honey Hi” ranreicht).

jeep

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