Eigentlich ganz schön wie hier mit Audio rumgesaut wird. Die Sounds poltern hin und her, mal werden sie gestaucht, dann zerquetscht. Man kommt nicht unbedingt drauf, dass diese Klänge sich an der Schnittstelle zu Videogames bewegen. Verschiedentlich tauchte der Gedanke an Pierre Henry auf, was im 21. Jahrhundert allerdings nicht unbedingt ein Kompliment ist. Die hier vollzogene Gratwanderung zwischen Beliebigkeit und Komposition geht mir jedenfalls nicht ohne Widerwillen rein. Je mehr Komposition durchscheint, umso pointierter wirken die fragmentarischen Sounds und verdichten sich zu ziemlich spannenden und durchgeknallten Tracks, die teilweise ganz schön dahergemetzelt kommen. Aber auch in sanfteren Gefilden ist stets mit allem zu rechnen – eine sichere Seite gibt es nicht. Je länger man sich dieser flatternden Unstetigkeit aussetzt, desto schwerer wird es, sich davon wieder loszureissen. Zwei QuickTime Filme verdeutlichen Délires Anliegen, Musik und Gamelandschaften zu verbinden. Mich erinnert das an Räume aus dem Berlin der frühen 90er und das ist nicht das schlechteste Environment, um seine Zeit zu vertun.
http://www.synrecords.com
pp

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