“Herz aus Gold”, “Daddy’s Girl” und nun “Monterey”: Die ausdrücklich missmutig gelaunt scheinenden Damen der Heiterkeit rühren einen immer mehr. Schon auf der unglaublich schönen “Daddy’s Girl”-E.P. findet sich eigentlich nicht mehr der viel bemühte geniale Dilletanttismus, sondern entrückter minimaler Traum-Pop mit JD- oder VU-Grandezzaeinschlag. Ich meine, wer weint denn bitteschön nicht zum Titeltrack, der sich auch auf dem zweiten Album wiederfindet? Das ist mehr Galaxie 500 als Lassie Singers, gleichwohl “Deine Parties sind furchtbar, es ist nicht zu fassen” singend. Sicherlich hilft eine Ladung Misanthropie-Affinität, um den Weg mit der Heiterkeit zu gehen. Doch genau das entfaltet einen leisen, unaufgeregten Sog, von mir aus auch Flow, der glitzert. Und mit “Factory” wird der Referenzkosmos weiter geöffnet. “Du und ich riskieren viel”. Die Heiterkeit bleibt ganz sie selbst, stoisch, und riskiert erfreulich, nicht gemocht zuwerden. Ich liebe sie (nicht nur deswegen).
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cj

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