Klar. Jeder. Jeder, nicht nur in NY, hat ein Gimmick. Tricks. Irgendwo muss man sich ja Substanz herholen, wenn die Welt die schon nicht mehr hergibt. Unsere jedenfalls nicht. Und Dimitri Veimar bringt auf dem Track die perlenden Bleeps, das pure Verzücken, die langsam blubbernden Blasen der ersten Warpphantasie von Zukunft dazu, uns davon zu überzeugen, dass wir gar nicht von NY reden, sondern von der Geschichte von House, von dem Vierteljahrzehnt, das einfach nicht loslassen will und in jedem steckt, bereit zu jedem Moment in einem Phantasma der puren Präsenz herausgeholt und gefeiert zu werden. Das Überraschende daran: Veimar kann das irgendwie erzählerisch arrangieren, ohne dabei an Kraft zu verlieren. Und das ist nicht der einzige Track der EP, der einen in diesem Schwebezustand zwischen Realitäten der einen Geschichte, die in Wirklichkeit vor allem viel zu viele sind, zu halten und eine gute Nachtgeschichte zu erzählen, die man wie eine Decke um den inneren Dancefloor legt.

bleed

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