Es hat schon so seinen paradoxen Charme. Catarina Pratter macht sich für die klassischen 3 Minuten Tracks stark, Paul Divjak für Gitarrenriffs, beides untergegangen im Rausch allgemeiner Elektrifizierung. Riffs lassen sich schließlich digital verschleiern, Vinyl-Medial retracken, und doch ist hiervon an der realakustischen Oberfläche kaum etwas zu vernehmen. Das Paradoxe spiegelt sich eher in der Struktur, bei Catarina Pratter z.B. an der Aufspreizung von “marrying an ordinary man” in eine siebenfache Clubsong-Variation. Paul Divjak hält sich mit seinen “two-sides” zwar an die Regel, unterwandert sie aber mit einer Spiegelung von “as if” und “so fine”. Kantige Riffs verwandeln sich in diskrete Phaser-Beats und rauhen von unten die Lied-Oberfläche auf, und in einer Gegenbewegung versequenzen sich die Beats selber, werden an der Oberfläche sichtbar. Hier ist die Melodie lediglich als Ornament erlaubt. Eine endlose, rekursive Schleife, die sich selbst verstärkt. Zwei hübsche digitale Mediendispositionen in Clubformat: Fragmentierung und Geschwindigkeit. Was will man mehr?
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xenya

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Es hat schon so seinen paradoxalen Charm. Catarina Pratter macht sich für die klassischen 3 min Tracks stark, Paul Divjak für Gitarrenriffs, beides untergegangen im Rausch allgemeiner Elektrifizierung. Riffs lassen sich schließlich digital verschleiern, vinyl medial retracken. Und doch ist hiervon an der realakustischen Oberfläche kaum etwas zu vernehmen. Das Paradox spiegelt sich eher in der Struktur, bei CPs an der Aufspreizung von „Marrying An Ordinary Man” in eine 7fache Clubsong-Variation.Paul Divjak hält sich mit seinen Two-Sides zwar an die Regel, unterwandert sie aber mit einer Spiegelung von „as if” und „so fine” Kantige Riffs verwandeln sich in diskrete Phasernbeats und rauhen von unten die Liedoberfläche auf. Und in einer Gegenbewegung versequenzen sich die beats selber, werden an der Oberfläche sichtbar. Hier ist die Melodie lediglich als Ornament erlaubt. Eine endlose, rekursive Schleife, die sich selbst verstärlkt. Zwei hübsche digitale Mediendispositives in Clubformat: Fragmentierung und Geschwindigkeit. Was will man her?
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