“Mehr davon!” war unsere Bitte in 2010, als das erste Album der Wiener Technoband Elektro Guzzi in unsere Finger geriet. Dieser Bitte wird nun in Form des zweiten Studioalbums “Parquet” endlich nachgekommen. Auch beim zweiten Streich des Dreiergespanns sind die von der Faszination, wie autark Techno sein kann, geprägten großen Augen und offenen Münder so präsent wie die Skepsis bei synchronisierten DJ Sets. Denn das, was Elektro Guzzi mit ihren teils präparierten Instrumenten (Gitarre, Schlagzeug, Bass) soundtechnisch auf die Beine stellen, konfrontiert rein digitales Equipment mit essentialistischen Fragen. Im Gegensatz zum Vorgängerwerk vertieft “Parquet” verstärkt die Techno-Idee und entfernt sich zugunsten eines noch homogeneren Klangbilds von den zuvor sehr präsenten Samba-geprägten Rhythmuspatterns. Die Instrumente werden diesmal noch stärker aus den Angeln ihrer traditionellen Rolle und Funktion gehoben, um lediglich die Herkunft der Bassdrum verortbar zu machen und damit zwangsläufig das ganze “wie und warum” verdammt weit hinten anzustellen. “Parquet” bittet um den nächsten Tanz. Darf aber auch nur gehört werden.
http://www.macro-rec.com
ck

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