Nick Edwards, seit den Neunzigern unter seinem Alias Ekoplekz unterwegs, gab voriges Jahr sein Klarnamendebut: live eingespielte Geisterbahnfahrten durchs heimelektronische Südengland, transformiert in einen Headspace aus Delays, Loop-Pedalen und Taperauschen. Auf seinem Seitenprojekt beschränkt er sich auf Schallplatten als Klangquellen, vor allem von Soundeffekten, und erzeugt so eine Live-Echokammer-Psychedelika, die Dub vom schweren Duft einer Riddim-Erdung, ja überhaupt von Körpermassage und Kopfnicken befreit, stattdessen mit einer ganzen Reihe von sich ins Ohr bohrenden Hooks nach Art von R.H. Kirk aufwartet und so eher bei der Atmosphäre von Giallo-Soundtracks ankommt. Nicht erst mit dem versöhnlichen Sonnenlicht im Easy-Listening-Abschluss überrascht, wie einnehmend locker fließend und wenig brütend giftig im Vergleich zum Vorgänger dieses halbe Dutzend ausfällt. Die damals genannten Einflüsse kommen hier noch deutlicher zum Tragen: King Tubby, Radiophonic Workshop, und nicht zuletzt Cabaret Voltaire – eine Kombi, die in dieser Umsetzung völlig logisch klingt.
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