Wär da nicht dieser rhythmische Grundzug im Pinselstrich, könnte man diese fünf kraftvollen DSP-Klangskulpturen für akusmatische Übungen halten; so rücken sie eher ins Feld von Glitch-IDM. Und haben mit beidem nichts zu tun. Ins Unfassbare schlägt das kompakte, delikate Hörerlebnis jedoch in dem Moment, an dem man sich vor Augen hält (das Ohr kann da nicht mit), dass Erik Friedlanders Broken Arm Trio aus Cello, Bass und Schlagzeug in Form ihres 2008er Albums sämtliches Klangrohmaterial geliefert haben. Scott Solter, seit einigen Jahren Engineer und Producer für Erik Friedlander, transmogrifiziert die Ausgangstöne zu Gamelanmustern, Kopfnicker-Eruptionen, irisierenden Granularwolkenbändern und Schwebungs-Wobblebässen in Dub. Ein alchemistisches Showcase, in das man sich legen kann wie in virtuellen Kristallschaum. Brillant, und in diesem Kontext ganz und gar alien.
http://www.skipstonerecords.com
multipara

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