Schon seit über 20 Jahren arbeitet Ian Pooley von der Schnittstelle zwischen drückendem Detroit, Ostküsten-Funk, treibendem Discohouse und einem deutsch geprägten House-Verständnis aus an seiner Discographie. Nun kommt sein inzwischen siebtes Album “What I Do” hinzu und die Gefahr, dass er sich in seiner eigenen Repetition einmal zuviel um sich selber gedreht hat, liegt in der Luft. Doch Pooley scheint seine Energie für die Stücke eben gerade nicht aus dem Wissen um die Vergangenheit zu schöpfen, die genau jene benannte Gefahr zur Realität werden ließe, sondern schafft erneut den Stilmittel-Spagat auf eine angenehm erfrischende und leichte Art und Weise. Das klingt dann ab und an zwar zum Schießen cheesy, im nächsten Moment aber wieder ganz subtil, melancholisch emotional oder treibend funky. Seine Relevanz im House-Diskurs hat der Mann aus Mainz auf jeden Fall noch lange nicht eingebüßt. Ganz im Gegenteil scheint er erneut einen sprudelnden Referenz-Quell für seine jungen Mitstreiter geschaffen zu haben, der zeigt, wie sich Integrität in solche Stil-Hybriden einschleusen lässt.
http://www.pooledmusic.com
ck

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