Epochaler Release. Über Jahre hat Indigo auf den unterschiedlichsten Labels, auch auf seinem eigenen, Mindset, brachial auf den Punkt produzierte Slammer veröffentlicht, jetzt kommt Liam Blackburn mit seinen ersten Tracks für Apollo um die Ecke. Was man bislang nicht wusste, aber immer hätte ahnen können: Indigo ist Vorsitzender des Basic-Channel-Fanclubs in Manchester und widmet dieser Liebe zum detaillierten Rauschen vier Tracks auf dem Traditions-Label. “Sea Of Stars” beginnt noch im nachvollziehbaren Dub-Universum, ist näher dran an Jamaika als die Berliner Inspiration, verfiltert die klein gerechneten Sounds perfekt, kontrastiert sie immer wieder mit sehnsüchtigen Samples und greift erst ganz zum Schluss wirklich in das Geschehen ein. Indigo ist ein Observer. Und lenkt bei “Azha” den eingemummelten Moll-Transporter direkt an den Noise-Hub des Logistikzentrums, die HiHat krabbelt wie wild durch diese aufgewühlte See der geplanten Übersteuerung. “Sunrise” beginnt sofort mit der Auslieferung der Geheimwaffen, die im besagten Moll-Laster gerade geliefert wurden, tänzelt flirrend um den Nachhall alter Neubauten-Percussion und erklärt Jamaika die Barock-Befriedung ganz faktisch mit LFO-Triolen aus der Zukunft. Zwischendrin: immer wieder Hall und Metall. “Keerthana”, die B2, bietet dann ein Best-Of der Outtakes einer besseren Welt. Voll mit blitzenden Peaks und einer strudeligen Langsamkeit, in die man sich ganz automatisch einfach fallen lassen will.
http://www.rsrecords.com
thaddi

Leave a Reply

Your email address will not be published.