Des Dub werde ich wohl nie überdrüssig. Er gibt dem Beat Pathos, eine in sich ruhende Erhabenheit, dass selbst unter ADHS leidende Jungle-Patterns ihre innere Mitte finden. Umso schöner, dass zeitgenössische 170-BPM-Musik seit geraumer Zeit wieder verstärkt unter dem schützenden Firmament des Dub produziert wird. Inzwischen fast schon wieder inflationär, wenn es nicht eben Dub wäre. Auf der “The Storm”-EP des aus Manchester stammenden Indigo ist Dub ein weiteres mal allgegenwärtig und kabbelt sich liebevoll mit schleppend progressiven Drum-Patterns, knarrenden Basslines und wildgewordenen Amen-Breaks, deren Liebesspiel mit Freude zuzuhören ist. Der Titel-Track “Storm” besticht dazu noch mit einem entschleunigenden Moment der Stille, das im Rahmen vollendeter Reduktion Geduld zu lehren versucht. Mit “Condition” folgt noch ein träge aber bestimmt vor sich hin groovender Dub-Techno-Entwurf, der die Verwandtschaft einst weit entfernt geglaubter Genre-Ästhetiken auf den Punkt bringt.
http://www.surus.co.uk/samurai-music
ck

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