Philipp ist 16, hat gerade seine Mutter verloren und lebt nun alleine mit seinem Vater in dem antiquaren Haus des Großvaters. Der Vater verliert seinen Job und beginnt zu trinken, stürzt die Kellertreppe hinunter und Philipp erkennt, dass es so nicht laufen sollte. Er stellt Ada ein, eine polnische Studentin, die Lichtblick und Haushaltshilfe gleichzeitig sein soll und wird. Eine zeitlang scheint der Traum von Familie und Normalität möglich. Petersen erzählt in „Die Haushälterin“ von der Beziehung zwischen einem Vater und seinem Sohn, vom Erwachsen werden, vom dazugehörigen Schmerz, den Verwirrungen und von der ersten Liebe und davon, dass man manche Lücken nicht einfach auffüllen kann. Die Geschichte endet dort, wo man erkennen muss, dass man im Leben an keinem Punkt ankommt, an dem man sicher sein kann, dass alles planbar ist. Der Autor spielt mit keiner falschen Dramatik oder schwüler Romantik sondern zeichnet ein Generationenporträt anhand eines Ausschnitts, das man annimmt und versteht. Das man nicht falsch bewerten kann, sondern nur menschlich. Überzeugend und echt. Für „Die Haushälterin“ erhielt Jens Petersen 2003 ein Literaturstipendium der Stadt München.
http://www.dva.de
sandra

Leave a Reply

Your email address will not be published.