Über Wald und Wiesen sprang ausgelassen verpilzt der UK-Psychedelicfolk der Sechziger von Pentangle, Incredible String Band, Kevin Ayers et al. Der Mitstreiter Bert Jantzsch an der Sologitarre hat dem den akademischen Riegel vorgeschoben. Klar, der hatte auch einen Vollbart. Plötzlich hörte man mehr darauf, wie Ton a auf Ton b folgte, als darauf, wie regenbogenfarbig die selbstgestrickten Socken aussahen. Beim “Kinn”-Projekt von F.S. Blumm und Marcel Türkowsky ahnt man noch genau das Wissen von den selbstgestrickten Socken, aber weit davor lagert die Bert Jantsch-Attitüde. Das klingt weder humorlos noch staubtrocken, sondern auf eine hochkonzentrierte Art am Rande des Song-Zerfalls entlangmanövrierend, die Bock auf klaren Kopf hat. Gitarre und Elektronik finden den Ton c. Und niemand muss sich deshalb einen Vollbart wachsen lassen.
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jeep

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