Funke, Eedio, Modeselektor und Feadz bestreiten mal wieder eine höchst unterhaltsame EP auf Bpitch, Ellen Alliens Terrorlabel für knarzig Verdrehtes mit Mut zum Übernächsten Sound. Doch doch. Feadz nämlich, der bezaubernde kleine Pariser rockt sich über Hügel und Stein, knarzt die Beats wie ein Breakdancer im Flashplayer und bleepst und gluckst aus den Chips raus wie ein frischgebackener Tanzstil für Menschen mit 12 Beinen, Modeselektor, sichtlich angespornt rubbeln mit durchgegongtem Downtempotrack dann aus dem harmonischen Off einen Track, in dem es darum gehen mag, wie man HipHop machen kann, ohne auch nur einmal so zu klingen als hätte es etwas mit Groove zu tun, wobei man natürlich groovt wie Sau, und das ganze mächtig angekratzt kickt. Eedio himmelt uns mit komplett durchgehangenen Zwirbeltönchen an und sagt offenherzig zu schluffig breitgelatschten Housebeats irgendwo zwischendrin, dass das alles so nett ist, wenn es nur etwas desolater sein darf und dann alle zusammen, und zum Abschluss kann Mr. Sascha Funke mit “Pustekuchen” dem Ganzen noch einen Hauch von Gradlinigkeit untenrum vortäuschen, ohne dass es irgendwie aus der Reihe tanzen würde. Definitv hat Bpitch es langsam komplett geschafft die Wandlung von einem Label zu einem Sound zu vollziehen und bricht überall neue Wege auf, die einen wohl noch ganz schön lange in Atem halten werden.

bleed

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