Laurent Garnier, der selbstlose Mentor uneitler Netzmusikaktivisten von Franck Heinzmann (häh?) bis Hacker (aha!), stellt die „Greed”-Basiselemente als MP3 zur Bearbeitung frei. Cleveres Statement zu einem unhysterischen Umgang mit Musik im Netz. Die 9 ausgewählten Tracks führen von klassischem Detroit über Elektro (Schwerpunkt) bis zu breakbeatigem Downtempo vor, wie universell der Garnier-Grundbaukasten einsetzbar ist. Aber unterm Strich kommt dabei nicht Beliebigkeit raus. Zu sicher bewegen sich die Tracks in ihrem jeweiligen Terrain. Vor allem scheint man im Netz daran erinnern zu wollen, dass Elektro jenseits des Retrogimmicks schon immer seinen Platz in Techno hatte.
Einziges Manko: die heiseren Räuberhauptmannsvokals, die wahrscheinlich vor einem Rammstein-Poster eingeübt wurden. Aber die hat der Meister selbst verbrochen.

janj

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