Das italienische Gespann kann ja den Stab ganz entspannt übernehmen, so wie Frak auf den bisherigen KMWL vorgelegt hat. Dass das neue Team nicht aus minder knorrigem Holz geschnitzt ist, verraten schon die Tracktitel, und es erweist sich gleich als Meister kunstvoll verdreckter Soundästhetik- und Arrangement-Attitude. Die zwei A-Seiten-Tracks verführen mit jazzigem Electrofunk respektive federnd steppendem House, und kaum schaut man sich zwischen den Loops ein bisschen um, sondiert die Percussion, die als exotischer Kerschel noch aus der Kolonialzeit rumliegt, etwas genauer, wechselt das Licht, ein Geheimgang geht auf, eine Falltür, schon sind wir mitten in einer abseitigen Giallo-Episode, in der nichts mehr ist, was es scheint. Auf der B verstecken wir uns dann in zwei feuchten Kellern, in denen in den Neunzigern mal Cheap Records zu Hause waren, wo wir uns mit einem minimalen Drum-Workout sammeln, um uns danach hinzulegen und gehörig im Acid-Wald zu verlaufen. Bitte genau so weitermachen.
http://www.kontra-musik.com
multipara

Leave a Reply

Your email address will not be published.