Lydia Lunch nun wieder als spoken word mit ambient-experimentellen Sounds. In dem wunderbaren Dokumentarfilm “Autoluminescent” zum 2009 leider verstorbenen Rowland S. Howard (Boys Next Door, Birthday Party, Crime & The City Solution, These Immortal Souls) ist Frau Lunch neben Helden wie Thurston Moore, Kevin Shields oder Nick Cave eine der wenigen Frauen, die zu Worte kommen und damit mächtig Eindruck hinterlassen. Niemand sagt glaubwürdiger “fucking MTV” und verurteilt deren Ignoranz gegenüber spannenden Nischen-Musiken und -Bands. “Medusa’s Bed” ist mehr Transmediale als Mainstream-Musikfernsehen, mehr Madeiradig als Berlin Music Week. Krachig, düster, Industriehallen-Ambient von Zabelka und Mani, inmitten darin diese lakonisch kommentierende Stimme. Man denkt fast ein wenig an Throbbing Gristle oder frühe SPK und Laibach. Puh. Ich bin dabei. Was für ein morbides Hörbuch.
http://www.monotyperecords.com
cj

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