Sympathische Releasepolitik des Labels aus der Hauptstadt des Regens: Im Herbst einen ganzen Schwung zum Reinversenken, statt sich verlierender Häppchen übers Jahr. Mit dem Trondheimer Bassisten Michael Francis Duch eröffnet es hier eine Sonderreihe von Alben, die sich solistischer Improvisation widmet. Die fünf Werke, die Duch vorstellt, von Wolff, Brown, Cardew, Feldman und Skempton, stammen aus der Frühzeit der Komposition für Improvisierende, als man sich noch an darin noch ungeübte klassische Instrumentalisten richtete, und nähert sich ihnen von heute mit einer Erfahrung im Gepäck, die Zusammenarbeiten mit Leuten wie Otomo Yoshihide, Mattin, Gert-Jan Prins, Tony Conrad oder diversen Ensembles ebenso einschließt wie die in einer Rockband. Entsprechend klanggewaltig fällt das Ergebnis aus: Duch spielt Kontrabass, wie man ihn selten zu hören bekommt. Nebenbei anstrengend, konzentriert gehört jedoch erfreuen eindringliche Präsenz und verblüffendste Sounds. Wenn ich mir was wünschen dürfte: ein tiefergehendes Booklet, wie so oft.
http://www.plus3db.net
multipara

Leave a Reply

Your email address will not be published.